Freitag, 31. Juli 2015

Samadhi - Martina Behm


Samadhi ist ein weiteres Tuch meiner Lieblingsdesignerin Martina Behm aus dem Strickmich-Club 2014.

Ist man beim Strickmich-Club dabei, erhält man vier Mal im Jahr ein neues Strickmuster und die passende Wolle dazu.

Beim ersten Samadhi habe zuerst die Originalversion (mit Welthase "Blue blessing") gestrickt - mit einer kleinen Ausnahme: Ich habe zum ersten Mal Perlen mit eingestrickt.

In der 8. und der 16. Reihe setzte ich die Perlen auf die dritte linke Masche. Durch den Rollrand kommt die Perle dann genau auf die Kante (die erste Perle habe ich in der 2. Reihe gesetzt - auch auf die 3. Masche).
Die Vorbereitungsreihe habe ich wie vorgegeben gestrickt und dabei folgende Maschen mit einem Maschenmarkierer markiert:
  • die einzelne Masche, die durch 5liZus entstanden ist
  • die mittlere rechte Masche (1re m1, 1re m1, 1re, m1 1re, m1 1re)
In der Kantenmusterreihe habe ich dann auf jede markierte Masche eine Perle gesetzt, das ergibt je eine Perle auf der tiefsten und eine auf der höchsten Stelle der Welle.




Das Ergebnis hat mir so gut gefallen, dass ich anschließend gleich den zweiten Samadhi gestrickt habe. Dieses Mal mit einer Farbverlaufswolle Louisa Harding Amitola Farbe 108 Hummingbird.
Wieder habe ich Perlen auf die Wellen eingestrickt aber dieses Mal habe ich auch auf der geraden Seite einen Rollrand gestrickt.


Freitag, 19. Juni 2015

Gesammelte Werke - Gestricktes Teil 6

In der Zwischenzeit habe ich ganz viele Dinge gestrickt und viele neue Techniken und Muster gelernt. Natürlich habe ich nicht nur meine eigene Wolle verwendet. Im Moment habe ich mich ja auch noch darauf konzentriert, Sockenwolle zu färben. Mal sehen, mit was ich das vielleicht ergänze. Gerade experimentiere ich mir Merinowolle, aber dazu sicherlich später mehr.

Eine kleine Auswahl meiner fertiggestellten Strickereien kommt hier:


Zuerst noch ein paar Socken, die ersten habe ich aus einem Strang selbstgefärbter Wolle gestrickt, die das wirklich tolle Muster viel besser zur Geltung bringt, als die vorgeschlagene Wolle. Gerade bei Mustersocken ist es wirklich wichtig, die passende Färbung zu wählen.

So gerne ich bunte Sockenwolle mag, nicht jedes Muster ist dafür geeignet. Und wozu macht man sich denn die Mühe, Zeile um Zeile ein kompliziertes Muster einzustricken, von dem man später gar nichts mehr sieht, weil die Färbung das Muster völlig "verschluckt".


Japanischer Flusslauf





Das ist der "Japanische Flusslauf" von
Regina Satta, gestrickt mit "Kloiner Deich"














Kloiner Deich


Mit "Fremdwolle" gestrickt ;-), alles Muster von Regina Satta

Farbspiele


Korsika

Zora

Und noch ein Muster, das es kostenlos bei Ravelry gibt:

Jaywalker


Samstag, 13. Juni 2015

Nuvem - Martina Behm


Ein weiteres Lieblingstuch von mir, das Martina Behm designed hat, ist das Nuvem (portugiesisch "Wolke"). Ein riesiges Tuch, das einen umhüllt und wärmt. Nicht nur ein Tuch, fast schon ein Strickjackenersatz.

Beim ersten Nuvem verwendete ich ein Coast Lacegarn in "Warm Brown" und Nadeln in Größe 3,75.
Beides war nicht unbedingt die beste Entscheidung. Die Wolle war einerseits viel zu dünn und hatte eine Gesamtlauflänge von 1750 m, was natürlich bedeutete, dass ich eine kleine Ewigkeit daran strickte. Also nicht, dass ein Nuvem an sich schon ein Kurzzeitprojekt wäre, aber das war echt eine ziemliche Folter.
Die falsche Nadelstärke (laut Anleitung sollte es eine 3,5er-Nadel sein) war eher ein "Unfall", weil der Aufdruck auf den Nadeln von Knit Pro leider ziemlich schnell verschwindet. Dass es überhaupt 3,75er-Nadeln in meinem Fundus gibt, bemerkte ich erst, als ich schon ein ziemlich großes Stück vom Nuvem fertig gestellt hatte. Ich wollte nicht noch einmal von vorne anfangen, also galt das Motto "Augen zu und durch".

Das Ergebnis war dann ziemlich groß, luftig und grobmaschig. Und es gefiel mir gar nicht.


Dazu kam, dass meine Katze Winnie (nicht die, die auf dem Bild zu sehen ist, das ist mein Kater Mory) beim Abketten über das Strickzeug galoppierte, mit den Krallen hängen blieb und ein riesiges Loch entstand. Zum Glück riss der Faden nicht und ich konnte die Maschen wieder einigermaßen zurechtrücken.
Dennoch war ich kurz davor, das ganze Teil wegzuwerfen. Bevor ich das tun konnte, fragte ich eine Freundin, ob sie das Nuvem haben möchte. Sie verwendet es jetzt, um sich abends vor dem Fernseher die Schultern zu wärmen. Somit habe ich das Ding wenigstens nicht umsonst gestrickt und Stunden über Stunden damit verbracht - wenn es auch keine besondere Schönheit geworden ist.




Aber dieser negative Erstversuch hat mich nicht davon abgebracht, es noch einmal zu versuchen. Aus einem 4-fädigen Knäuel von 100Farbspiele in der Farbe "Jeans Pur" habe ich mit 1270 lfm einen neuen Versuch unternommen - dieses Mal auch mit der richtigen Nadelstärke.


Das Ergebnis ist richtig gut gelungen und gehört zu meinen absoluten Lieblingstüchern.




Das nächste Nuvem habe ich aus einer selbstgefärbten Lace-Wolle gestrickt, die auch etwas zu dünn war.

Eine unglaublich aufwändige Knäuelfärbung, die mich Stunden des entwirrens gekostet hat. Das Färbeergebnis hat mich nicht unbedingt überzeugt, das Nuvem selbst gefiel mir dann aber doch ganz gut.
Das Knäuel hatte ungefähr 1456 m (einige Meter musste ich rausschneiden, weil sie einfach nicht mehr zu entwirren waren) und um das Nuvem länger und nicht so breit zu machen, habe ich mit 180 Maschen begonnen. Dadurch wurde dieses Nuvem eher wie ein Schal.
Die Kante habe ich auch abgewandelt und keine Verdopplungsreihe mit Rüschenabschluss eingefügt. Bei diesem Nuvem habe ich die Wellenkante vom Samadhi verwendet, was eine halbe Ewigkeit gedauert hat (insgesamt ca. 10 Stunden nur für die Abschlusskante).


Gleich im Anschluss noch Nuvem Nummer vier. Aus einem 1440-Meter-Knäuel von Wollium, Farbe "Parma".



Auch dieses Mal habe ich eine andere Kantenvariante ausprobiert.
Beim letzten Farbwechsel habe ich mit der Verdopplungsreihe (mit M1) begonnen. Danach eine Reihe links und direkt danach abgehäkelt.
Dadurch wird der Rüschenabschluss nicht so wuchtig, was mir definitiv besser gefällt.













Montag, 8. Juni 2015

Hitchhiker - Martina Behm


Wer schon einmal selbst versucht hat, eine Strickanleitung zu verfassen, hat sicherlich festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist eine klare, einfache Sprache zu finden. Die Vorgänge, die im eigenen Kopf eigentlich völlig logisch sind, so aufzuschreiben, dass sie jemand anderes auch versteht, ist eine Kunst für sich.

Inzwischen habe ich mich an einigen Anleitungen versucht, bei denen diese Kunst nicht so gut gelungen ist. Aber es gibt auch Strickmusterschreiberinnen, die ein unglaubliches Talent dafür besitzen - zumindest für mich.

Im Sockenbereich ist das Regina Satta, deren Anleitungsbücher komplett mein Regal zieren. Doch da ich nicht nur Socken stricken wollte, habe ich mich auch mal an eine andere Designerin gewagt und bin den Tüchern von Martina Behm verfallen.

In ihren Strickmich-Büchern gibt es wunderbar verständlich geschriebene Anleitungen. Ein echter "Klassiker" darin ist der Hitchhiker, ein langgezogens, asymetrisches Dreieckstuch im typischen Behm-Design. Besonders charakteristisch beim Hitchhiker sind die 42 Zacken, die beim Tragen ein interessanter Hingucker sind.


Mein erster Hitchhiker war ein Geschenk für eine gute Freundin. Gestrickt aus einem 6-fädigen Knäuel "Strandkiesel" von 100Farbspiele.
1,80 m lang, 0,26 m breit. Nur mit 36 Zacken, dann war das Garn zu Ende. Aber meine Freundin ist eine sehr schlanke Person, da passt diese etwas kleinere Version perfekt!





Mein nächster Hitchhiker war auch wieder aus einem Knäuel von 100Farbspiele, dieses Mal in der Farbe "Jeans Pur" und in der 4-Fädigen Version.










Dieses Knäuel hatte eine Lauflänge von 750 m und das war definitiv zu lang, sodass ich nicht alle Farbwechsel verwendete. Nach exakt 42 Zacken kettete ich ab und erreichte damit ein Tuch von 1,80 x 0,28 m.











Den Rest dieses Knäuels habe ich zusammen mit einem anderen Rest kombiniert und einen weiteren Hitchhiker gestrickt. Dieses Mal habe ich jedoch das Muster etwas abgewandelt.
In der 8. Reihe habe ich nach den Zackenabnahmen eine Reihe links gestrickt, sodass sich ein Linienmuster ergeben hat.




Nach 52 Zacken hatte ich die Wolle restlos aufgebraucht und ein Tuch in der Größe 2,05 x 0,34 m.















Bei meinem Hitchhiker Nummer vier habe ich erneut eine Musterabwandlung ausprobiert. Dieses Mal habe ich wie in der Anleitung vorgeschlagen, eine Wollmeise Pure verwendet. Mein gewählter Farbton war "Blue Suzanne".





In jeder siebten Reihe fügte ich dieses Mal eine Lochreihe mit YO K2tog (1 Umschlag, 2 Ma re zusammen) ein.

Das ergab ein Tuch vom 37 Zacken und den Maßen 1,80 x 0,35 m.






Der Hitchhiker ist ein tolles, leicht zu strickendes (auch für Anfänger geeignetes), sehr angenehm zu tragendes Tuch und nicht zu Unrecht eines des beliebtesten Tücher von Martina Behm. Nach wenigen Wiederholungen hat man das Muster bereits intus, sodass es ein ideales Projekt zum Mitnehmen ist.

Meinen nächsten habe ich bereits im Kopf, die Wolle dafür liegt schon bereit. ;-)

Sonntag, 24. Mai 2015

Outlander Cable Arm Warmers


Inspiriert von der wirklich fantastischen TV-Verfilumung von Diana Gabaldons "Outlander" habe ich ein Paar Stulpen gestrickt. Die Wolle habe ich nicht selbst gefärbt, das Knäuel hatte ich noch in meinem Wollfundus.

Wolle:
Lana Grossa Cool Wool Merino Big Melange
Farbton Anthrazit
 
Muster (kostenlos):


Samstag, 16. Mai 2015

Kuddlmuddl - Scheckad - Oifach


Hier ein paar Beispiele für meine handgefärbte Sockenwolle. Kategorisiert habe ich alle Stränge in drei Farbschemen:

Bäbberle
  
Kuddlmuddl, was so viel wie "Durcheinander" heißt.
Alle Stränge sind vielfarbig (Multicolor), wild kombiniert und überraschend - für viel Freude beim Stricken.








Grasdaggl


Scheckad heißt so viel wie "gescheckt" und ist zwei- oder mehrfarbig aber nicht ganz so durcheinander wie Kuddlmuddl.










Gwidderhemml

Oifach heißt "einfach", was aber nicht bedeutet, dass die Stränge langweilig sind. Die Wolle hat kleine Schattierungen und ist bestens für Mustersocken geeignet.


Inzwischen habe ich die "normale" vierfädige Sockenwolle und eine etwas dickere sechsfädige Sockenwolle im Sortiment. Später im Jahr wird auch noch eine ganz dicke, achtfädige Sockenwolle dazu kommen, für extrawarme Kuschelsocken.

Gefärbtes

Sobald im Frühling die ersten Sonnenstrahlen herauskommen, werde ich ganz kribbelig. Da purzeln die Farben in meinem Kopf wie wild durcheinander und die "leeren" Stränge in meinem Färbekeller schreien regelrecht danach, endlich ein buntes Kleidchen verpasst zu bekommen.

Also begebe ich mich in meinen Färbekeller und versinke regelrecht in einem Farbrausch. Ich vergesse zu essen, zu trinken und völlig die Zeit.

Bis meine Wollvorräte erst einmal erschöpft sind (und ich letztlich auch ;-)) und ein farbenfrohes Sammelsurium im frischen Frühlingswind trocknen kann.


Erst wenn die Wolle wirklich komplett durchgetrocknet ist, winde ich ein handliches Strangknäuel daraus, überlege mir einen Namen dafür und stelle alles in den Shop.

Und sobald ein Strang ein neues Zuhause gefunden hat, werden wunderschöne Socken daraus!

Zum Beispiel aus diesem Strang hier

"Kirschamichl"

wurde erst das





und dann das

Muster: "Tarcy" von Regina Satta